Elisabeth II. präsentiert ihr Festgewand

  • 12. Juli 2013
  • Kürzlich wurde der Öffentlichkeit in der Orangerie das Festgewand der diesjährigen Laternenkönigin präsentiert. Dieses Jahr zeichnet wieder Schneidermeisterin Manuela von Haldenwang für die königliche Robe verantwortlich. Für Laternenköniginnen ist das „Atelier Haldenwang“ (www.atelier-haldenwang.de) in der Obergasse ein Begriff: Seit 2001 – immer in den ungeraden Jahren – hat sie sechs „Hoheiten“ in königliche Gewänder gehüllt; Elisabeth II, die in diesem Jahr regiert, ist jetzt die siebte, deren Kleid hier entworfen und gefertigt wird.

    „Märchen“ ist das Thema des diesjährigen Laternenfestes. Folglich entschied sich die Schneidermeisterin, zusammen mit Elisabeth Hogk, wie die Laternenkönigin bürgerlich heißt, und Kirsten Ohlrogge, der Vorsitzenden des Laternenfestvereins, für eine wunderschön changierende Seide, lapislazuliblau und smaragdgrün schimmernd. „Etwas Grün-Blaues“ hatte sich die Trägerin gewünscht und von Haldenwang war sofort dabei: „Diese Farben bringen Elisabeths Augen zum Strahlen.“

    Die diesjährige Laternenkönigin wird ihre Untertanen in einem Gewand mit hohem Kragen regieren, der ihren schlanken Hals betont, und ein Oberteil mit „Schößchen“ hat, welches ihre Taille noch zierlicher wirken lässt. Der Rücken ist mit Blumen verziert, der Rock (mit einer Saumweite von 8,80 m) hat eine Schleppe. Besetzt ist die Robe mit Blumen aus seidenem Organza in Edelsteinfarben. 385 Svarovski-Steine funkeln wie echte Juwelen.

    Fast 80 Stunden haben von Haldenwang und ihr Team am Kleid genäht, nahezu 30 Stunden hat es gedauert, die von Hand gefertigten Blüten zu nähen und dann zu applizieren. Dafür wurden 9 Meter reinseidener Doupion und 7 Meter Seidenorganza verarbeitet.

    In so ein Kleid schlüpft frau nicht alle Tage. Für Elisabeth Hogk war deshalb schon die erste Anprobe ein Erlebnis. Sie war überrascht, wie leicht und angenehm die Robe trotz großer Weite und üppiger Stoffmenge zu tragen ist. „Sie schritt sofort majestätisch durchs Atelier“, erinnert sich Manuela von Haldenwang. Auch wenn sie in diesem Jahr schon die 7. Laternenkönigin ausstattet, ist das für die Schneidermeisterin jedes Mal eine besondere Herausforderung: „Für eine Königin schneidert man nicht alle Tage“, lacht sie.