…wie es weiter ging

Nach dem 2. Weltkrieg lag zunächst das gesamte öffentliche Leben am Boden. Viele Menschen waren traumatisiert, alle waren damit beschäftigt, das tägliche Auskommen zu sichern. Alle Vereinstätigkeiten waren zunächst durch die Amerikaner verboten. Doch schon bald keimten auch in Bad Homburg neuer Lebensmut und Unternehmungslust. 1949 war es so weit, der 1946 erneut gegründete Kur- und Verkehrsverein organisierte wieder ein Laternenfest.

Viele neue Ideen kamen im Laufe der folgenden Jahre auf, die das Laternenfest noch schöner, noch bunter machen sollten. Manche hielten sich nur ein oder mehrere Jahre, einige leben noch heute fort.

1951 stand das Heimatfest erstmals unter einem Motto:” Bad Homburg im Wandel der Zeit”. Die Besucher bildeten die Jury, die über den gelungensten Wagen des Festzuges entscheiden sollte. Den am Straßenrand stehenden Zuschauern wurden Bewertungszettel ausgehändigt, die sie noch am gleichen Abend in den Briefkasten des Taunusboten stecken mussten, damit die Preisverleihung noch gegen Mitternacht erfolgen konnte.

1951 gab es eine weitere Attraktion zum Laternenfest: die erste Laternenkönigin, Eleonore (I.) Koch, wurde gekürt. Die Laternenkönigin wurde ebenfalls zu einem festen Bestandteil des Festes. Alljährlich wird seitdem eine junge , charmante Bad Homburgerin als Laternenkönigin von ihrer jeweiligen Vorgängerin bei einem festlichen Akt gekrönt, der zunächst vor dem Kurhaus, dann im Kurhausgarten, im Schlosshof, im Seedammbad, auf dem Marktplatz und seit einigen Jahren wieder auf dem Kurhausplatz stattfindet.

In der Anfangszeit nach dem Krieg liefen von Homburger Sportlern gebildete Laternen-Stafetten aus Gonzenheim, Kirdorf und vom Schlachthof aus zum Kurhaus, wo eine Woche vor dem eigentlichen Laternenfest die Eröffnungszeremonie und die Krönung der Laternenkönigin stattfand. Eine Tombola lockte mit vielen Preisen und dem Hauptgewinn, einem Motorrad der Bad Homburger Marke “Horex Regina“. Der Pächter des 1952 ebenfalls eingeweihten neuen Kurhauses installierte in jenem Jahr vor dem Gebäude drei Weinbrunnen, aus denen Winzerinnen von Mosel, Rhein und Nahe Wein kredenzten. In diesem Jahr wurden auch auf der Wiese vor dem Bahnhof 10 000 Lichter entzündet, und ein Jahr später leuchtete erstmals die fünf Meter hohe Laterne auf dem Louisenbau gegenüber des Kurhauses.

1960 fand zum ersten Mal das Windhundrennen statt. 45 Windhunde rasten im Kurpark mit einer Geschwindigkeit von rund 60 Kilometern in der Stunde der Hasen-Attrappe nach, um den Bad Homburger Silberpokal. Bis heute hat sich diese attraktiveTradition erhalten und lockt viele Bad Homburger und auswärtige Hundehalter und Hundeliebhaber in den Jubiläumspark.