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Nach dem Krieg



Nach dem Krieg fehlte es am notwendigen Geld, und so lebte das Laternenfest erst 1949 wieder auf und fand, wie in der Vorkriegszeit, den gleichen Anklang. Viele neue Ideen kamen im Laufe der folgenden Jahre auf, die das Laternenfest noch schöner, noch bunter machen sollten. Manche hielten sich nur ein oder mehrere Jahre, einige leben noch heute fort.

1951 stand das Heimatfest erstmals unter einem Motto:” Bad Homburg im Wandel der Zeit”. Die Besucher bildeten die Jury, die über den besten Wagen des Festzuges entscheiden sollte. Den am Straßenrand stehenden Zuschauern wurden Bewertungszettel ausgehändigt, die sie noch am gleichen Abend in den Briefkasten des Taunusboten stecken mussten, damit die Preisverleihung noch gegen Mitternacht erfolgen konnte.

1951 gab es eine weitere Attraktion zum Laternenfest: die erste Laternenkönigin – Eleonore (I.) Koch. Sie wurde ebenfalls zu einem festen Bestandteil des Festes. Alljährlich wird seitdem eine junge , charmante Bad Homburgerin als Laternenkönigin von ihrer jeweiligen Vorgängerin bei einem festlichen Akt gekrönt, der zunächst vor dem Kurhaus, dann im Kurhausgarten, im Schlosshof, im Seedammbad, und dem Marktplatz und jetzt heute auf dem Kurhausvorplatz stattfindet.

In der Anfangszeit nach dem Krieg liefen von Homburger Sportlern gebildete Laternen-Stafetten aus Gonzenheim, Kirdorf und vom Schlachthof zum Kurhaus, wo eine Woche vor dem eigentlichen Laternenfest die Eröffnungszeremonie und die Krönung stattfand. Eine Tombola lockte mit vielen Preisen und dem Hauptgewinn, einem Motorrad der Bad Homburger Marke “Horex Regina“. Der Pächter des 1952 eingeweihten neuen Kurhauses installierte in jenem Jahr vor dem Gebäude drei Weinbrunnen, aus denen Winzerinnen von Mosel, Rhein und Nahe den edlen Trank kredenzten. In diesem Jahr wurden auch auf der Wiese vor dem Bahnhof, 10 000 Lichter entzündet, und ein Jahr später leuchtete erstmals die fünf Meter hohe Laterne auf dem Hochhaus vor dem Kurhaus.

1960 fand zum ersten Mal das Windhundrennen statt. 45 Windhunde rasten im Kurpark mit einer Geschwindigkeit von rund 60 Kilometern in der Stunde der Hasen-Attrappe nach, um den Bad Homburger Silberpokal zu erringen.

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